Blutreitergruppe Waldburg/Hannober

Foto: S. Wiltsche

Der Legende nach hat ein Soldat mit Namen Longinus das mit Erde von Golgatha vermischte Blut bei der Kreuzigung Christi an sich genommen. Er brachte es nach Mantua, wo es auf Umwegen in den Besitz Judithas, der Gräfin von Flandern und Frau Welfs IV. gelangte. Auf ihrem Sterbebett vermachte Juditha die Reliquie der Abtei Weingarten, dem Stammsitz und Grablege der Welfen. Dies soll am Tag nach Christi Himmelfahrt im Jahre 1094 gewesen sein.

Seit 1529 wird so in Weingarten alljährlich zur Ehre dieser Heilig-Blut-Relique eine Reiterprozession durchgeführt – der „Blutritt“ durchgeführt. Diese Prozession soll ein jährliches Glaubensbekenntnis der ungefähr 3000 Reiter, Priester, Ministranten, Musikkapellen und den rund 30 000 Pilgern sein, die alle den Segen Gottes für sich, ihre Angehörigen und ihre Gemeinde erbitten.
Gewiss ritten schon seit alters her Waldburger Bauern beim Blutritt mit.