Herzlich willkommen auf der Homepage der katholischen Kirchengemeinde St. Anna in Vogt


Zu unserer katholischen Kirchengemeinde Vogt zählen  2900 Katholikinnen und Katholiken. Sie ist Teil der Seelsorgeeinheit „Tor zum Allgäu“.
Unsere Kath. Kirchengemeinde Vogt gibt es als eigenständige Kirchengemeinde seit 200 Jahren.
Vorher gehörten die Katholiken in dieser Gegend zur Klostergemeinde Weingarten, zur Kirchengemeinde Karsee oder zur Kirchengemeinde Waldburg.

Kirchengemeinde ist dort, wo christlicher Glaube miteinander gelebt, geteilt und weitergegeben wird. In entsprechenden Gruppen und Kreisen, Engagements und sozialen Diensten  versuchen wir dieses. In unseren Gemeindegottesdiensten, Familien-, Kinder- und Jugendgottesdiensten, aber auch in anderen Formen des Gebets und des Festes feiern wir unseren Glauben und das Leben miteinander.
 
„Einladung“ kann ein anderes Wort für Kirche und Gemeinde sein – so wollen wir uns auch in der St. Anna Gemeinde verstehen! Deswegen freuen wir uns über Ihr Interesse und vielleicht sogar eines Tages über Ihr Mitmachen.

Wenn Sie Fragen haben oder uns brauchen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

  • Geschichtliches zur Kirche St. Anna

    Um das Jahr 1500 wurde auf dem Hofgut „Stüber vorm Wald“ (heute Allgäu-Apotheke) eine Kapelle zu Ehren der heiligen Mutter Anna errichtet. 1701 wurde diese Kapelle erweitert. Sie gehörte zunächst dem Karmeliterkloster zu Ravensburg, wurde jedoch im 18. Jh. der Pfarrei Karsee als Filialkirche zugeordnet. Im Jahre 1777 erfuhr die Kapelle anlässlich der Errichtung eines Benefiziums (eine der Pfarrei untergeordnete Seelsorgestelle mit eigenem Geistlichen) in Vogt eine weitere Vergrößerung und führte den Titel einer Kurazienkirche. Zugleich wurde auch das Wohnhaus für den Geistlichen, das heutige Gemeindehaus westlich der Kirche, errichtet. Weil diese Kirche nach der Erhebung des Vogter Benefiziums zur Pfarrei 1808 viel zu klein war, wurde sie 1833 abgerissen. An ihrer Stelle wurde ein Neubau, die heutige Kirche, errichtet, die am 16. Juni 1837 geweiht wurde.
    Die Vogter Kirche wurde im so genannten „Finanzkammerstil“ errichtet. Diese Bezeichnung kommt daher, weil damals der Staat – das Königreich Württemberg – verpflichtet war, Kirchenbauten zu finanzieren. Die Vorhalle, in die man bei Betreten der Kirche zunächst gelangt, wurde bei der letzten umfassenden Renovation 1977/78 angebaut.

  • Die Ausstattung der Kirche St. Anna

    Im Jahr 1833 wurde die Kirche St. Anna an der Stelle einer um 1500 entstandenen Kapelle zu Ehren der heiligen Mutter Anna im so genannten Finanzkammerstil erbaut, nachdem Vogt 1808 zur Pfarrei erhoben worden ist. Sparsamer Kirchenbau für möglichst viele Leute hieß damals die Devise. Dennoch ist die Kirche im Lauf der Jahrzehnte zu einer  ansehnlichen Ausstattung gekommen.

    Die Deckenbilder „Mariä Verkündigung“ und „Hl. Cäcilia“ wurden 1908 von Otto Traub aus Zwiefalten gemalt.

    Die bauzeitlichen Fenster wurden 1898 durch Stiftung von Gemeindemitgliedern durch neue Kathedralglasfenster aus der Werkstatt Glotz Ravensburg ersetzt.

    Der Hochaltar stammt zwar aus der Erbauungszeit der Kirche, wurde jedoch mit zahlreichen barocken Zierelementen und Putten aus dem 18. Jahrhundert geschmückt. Die Figuren des hl. Konrad (Kelch) und des hl. Ulrich (Fisch) stammen aus dem 18. Jahrhundert. Das ursprüngliche Altarbild „Marienkrönung“ wurde 1965 gegen die skulpturale Darstellung der Marienkrönung durch die göttliche Dreifaltigkeit ausgetauscht. Der Ravensburger Bildhauer Reinhold Schäle fertigte diese Kopie nach dem Original in der Rothauskapelle an.

    Von ihm stammt auch die Marienstatue im linken Seitenaltar im Jahr 1977 nach einem Original in einer Kapelle in Egelsee Gemeinde Tannheim angefertigt.

    Ebenso von Schäle stammt die zentrale Figur des rechten Seitenaltars, der heilige Wendelin, kopiert nach einem Original in der Pfarrkirche Riedhausen.

    Auch der Auferstehungschristus stammt von Schäle.

    Ein Vogter Bildhauer, Gebhard Müller, auf dem Wucherhof geboren, hat 1878 die Figuren des hl. Augustinus und des hl. Thomas geschaffen, die den hl. Wendelin flankieren, ebenso die hl. Walburga und die hl. Theresia von Avila, die die Mutter Gottes flankieren. Auch die Pietà auf der rechten Seite der Chorwand stammt von ihm (1875).

    Die Relieffiguren der vier Evangelisten an der Kanzel schuf 1878 Josef Eggler aus Vogt. Der Kreuzweg von Anton Dobler aus Gebrazhofen wurde bereits 1798 angeschafft.  Auch die Apostelbilder stammen von einem Maler Betz aus Gebrazhofen (1839).

    Der Taufstein stammt von Steinmetz Alfred Maucher in Vogt.

    Bei der Renovation im Jahr 2016 wurde der Altarraum neu gestaltet. Sedilien, Altar  Ambo und Osterleuchter sind Werke des Kressbronner Künstlers Hubert Kaltenmark. Geschliffener Sellenberger Muschelkalk aus der Würzburger Gegend wurden hier verwendet nebst Schamotteziegel aus einem Kachelofen, der in KressbronnJahrhundertelang eine Stube gewärmt hat. „Sie stehen für die mütterliche Wärme der heiligen Anna“, so der Künstler.

    Pfarrer Anton Hirschle

    Das Vogter Geläute besteht aus 5 Glocken, die 1962 von der Firma Gebhard in Kempten gegossen wurden (des,f,as,b, des).   Eine Glocke aus dem Jahr 1623 stammt aus dem Kloster Urspring. Sie kann nur singulär geläutet werden, da sie im ton nicht zum anderen Geläut passt.

    Die Ausstattung stammt größtenteils aus dem 19. Jh. Einige Stücke sind jedoch älter, so die barocke Annafigur, die noch aus dem Vorgängerbau unserer Kirche stammt. Unter den Künstlern ist besonders der auf dem Wucherhof bei Vogt geborene Bildhauer Gebhard Müller hervorzuheben, der den Großteil des Figurenschmucks geschaffen hat.

    Das Vogter Geläute besteht aus insgesamt sechs Glocken. Die älteste von ihnen, die 1623 gegossene Annaglocke, dient heute als Wetterglocke. Die anderen fünf Glocken sind von 1962:

    1.    St. Anna Glocke, 1702 kg, Ton: des
    2.    Marienglocke, 840 kg, Ton: f (Angelusglocke)
    3.    Christkönigsglocke, 482 kg, Ton: as
    4.    St. Wendelinus – Glocke, 340 kg, Ton: b
    5.    Josefsglocke, 210 kg, Ton: des (Scheidungsglocke)

    Gregor Maier +

    die Orgel in St. Anna

  • Unser neuer "Ort der Fürbitte" wurde im August 2020 installiert

    Am Dienstag, den 11. August 2020 wurde in unserer Kirche St. Anna der von Hubert Kaltenmark entworfene „Ort der Fürbitte“ installiert.

    Die „Geschichte“ dieses Kunstwerkes ist eine lange … und spannende!

    Durch die Befragung unserer Gemeindemitglieder während dem Prozess „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“, die durch unser Prozessteam im Jahr 2016 startete, bekamen wir verschiedentlich die Rückmeldung, dass in unseren Kirchen ein Platz für das Fürbittgebet fehlt. – Dieses Anliegen hat unser Prozessteam ernst genommen und zunächst in verschiedenen Kirchen Ideen für einen möglichen „Ort der Fürbitte“ gesammelt und zusammengetragen. Schnell war klar, dass es in unserer Kirche St. Anna mit dem frisch renovierten und durch Herrn Kaltenmark gestalteten Altarraum keinen „gewöhnlichen“ Kerzenständer mit offenem Feuer geben kann.

    Wirklich interessant war, was dann passiert ist: mit einer sehr einfachen Zeichnung, die erste Ideen des Prozessteams und des Kirchengemeinderates zusammenfassen sollte, sind wir dann auf Herrn Kaltenmark zugegangen, um mit ihm über die Umsetzung des Projektes zu sprechen. Im Gespräch kamen wir zu dem Schluss, dass der „Ort der Fürbitte“ ein Gegenüber zu unserem Altar bilden soll; durch die Realisierung mit dem gleichen Muschelkalk-Stein und den in Altar und Ambo verwendeten Schamottsteinen und der Erweiterung durch einen Bronzeaufsatz für eine einzelne, größere Kerze. Nach diesen ersten Besprechungen war es – zumindest für mich – sehr interessant zu erleben, wie aus ersten Beratungen und einer platten Zeichnung der Entwurf eines Künstlers wird. - Und eines Tages konnten wir unseren Kirchengemeinderäten das Modell von Herrn Kaltenmark zeigen, über das wir dann beraten und abstimmen konnten.

    Im oberen Bronzeaufsatz brennt nun stellvertretend für Ihre Bitten und Anliegen eine Kerze, das Motiv der „Mutter“ setzt sich in den Schamottsteinen fort und über der Stele haben wir das Marienbild mit Jesuskind, zu der wir unsere Bitten bringen dürfen. Sie ist unsere Fürsprecherin bei Gott. Im Gespräch beim Werkstattbesuch und während dem Aufbau mit Herrn Kaltenmark haben wir uns über den Bronzeaufsatz unterhalten; wie immer in der Kunst geht es darum, was ich in dem Kunstwerk sehe …entdecke ich die Äste und Zweige des brennenden Dornbusch in Verbindung mit dem Feuer (der Kerze), in dem sich Gott offenbart? Sehe ich im Rund mein Leben, das sich aus verschiedenen (kleinen und großen, gerade und krummen) Teilstücken zusammensetzt, das mir den Blick auf das Göttliche ermöglicht und mich manchmal auch gefangen hält? – Ich meine, das Kunstwerk regt zum Nachdenken an.

    Im Stein-Korpus haben wir ebenfalls aus Bronze gegossen eine kleine Schreiblade zum Herausziehen, die wie ein Schreibpult genutzt werden kann. Stifte und Zettel finden sich in den Fächern darunter. Hier können Fürbitten, Dank und Anliegen aufgeschrieben und in den kleinen Briefkasten eingeworfen werden. Von Zeit zu Zeit werden wir den Briefkasten leeren und die Bitten im stillen Gebet in den Gottesdienst aufnehmen.

    Herzlich laden wir Sie ein, unseren „Ort der Fürbitte“ anzusehen, sich ein Bild zu machen und ihn zum persönlichen Fürbittgebet zu nutzen.

    Herrn Hubert Kaltenmark einen herzlichen Dank für die Realisierung, die sehr interessanten Gespräche auf dem Weg vom Entwurf bis zum Aufbau des Kunstwerkes und dafür, dass Sie uns haben Teilhaben lassen am Entstehen unseres „Ort der Fürbitte“.

    Für das Pastoralteam – B. Wiltsche

  • Teetreff in St. Anna

    Einladung zum „Tee-Treff“ nach der Kirche

    Die kath. Kirchengemeinde in Vogt lädt nach den Sonntagsgottesdiensten ca. alle 4 Wochen zu einem “Tee-Treff” ein. Alle, die Lust haben, nach dem Gottesdienst nicht gleich nach Hause zu gehen, sondern bei einer Tasse Tee noch mit Freunden und Bekannten plaudern wollen, sind herzlich dazu eingeladen.

    Treffpunkt: vor dem KGH, bei schlechtem Wetter im Foyer. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

    Anprechpartner ist Werner Flock Tel:07529/7240

  • Unser Gemeindehaus

    Das Gemeindehaus der Kirchengemeinde St. Anna befindet sich in der Kirchstraße direkt neben der Kirche. Es wurde 1777 als Wohnhaus für den ersten Vogter Geistlichen, Benefiziat Franz Joseph Ignaz Gassler, errichtet und 1779 erstmals bezogen. Bis 1974 diente das unter Denkmalschutz stehende Gebäude als Wohn- und Pfarrhaus für die Vogter Pfarrer. 1974 wurde in der Schulstraße neben dem Kindergarten St. Josef ein neues Pfarrhaus errichtet und das alte Pfarrhaus zu einem Gemeindehaus umgebaut. 2002 erwarb die Kirchengemeinde das danebenliegende Grundstück und errichtete dort einen modernen einstöckigen Saal mit einem Verbindungstrakt zum bisherigen Gemeindehaus, das ebenfalls grundlegend saniert wurde.

    Im Erdgeschoss des alten Gebäudes befinden sich 2 Jugendräume und im Obergeschoss ein kleiner Saal für 40 Personen. Der neue Saal im Anbau bietet Platz für 100 Personen. Die zahlreichen kirchlichen Gruppierungen finden in dem Gesamtgebäude ein großzügiges Raumangebot für ihre vielfältigen Aktivitäten und Veranstaltungen vor. Die beiden Säle können auch von Bewohnern der Seelsorgeeinheit für Geburtstage, Hochzeitsfeiern, Tauffeiern, etc. angemietet werden.

    Auskünfte erteilt das Pfarrbüro unter Tel. 07529 – 1350.