Gemeindeausflug nach Basel - Gemeinsam unterwegs

Das letzte September Wochenende stand ganz im Zeichen des „Gemeinsam unterwegs“, dem traditionellen Ausflug der evangelischen Kirchengemeinde. Das Organisationsteam hatte Basel als Ziel auserkoren. Die Schweizer Stadt am Dreiländereck, reich an Kultur- und Reformationsgeschichte, hat 2019 zwei Höhepunkte zu bieten: das Basler Münster feiert sein 1000jähriges Jubiläum und das Karl Barth Jahr.

Unsere 23köpfige Gruppe traf sich am Samstagmorgen am Ravensburger Bahnhof. Kaum zu glauben, aber die Deutsche Bahn machte es möglich, dass wir in nicht einmal zweieinhalb Stunden ohne Umstieg in Basel waren. Vom Badischen Bahnhof ging es dann per Tram direkt zum ersten Programmpunkt. Im Rahmen der Reihe Orgel.Punkt 12 erlebten wir im Münster ein halbstündiges Konzert eines russischen Organisten zum Thema Bach und Das Wasser. Im Anschluss führte uns Rainer Bernhard gekonnt und bestens vorbereitet durch die Basler Stadtgeschichte. Die nächsten Stunden standen zur freien Verfügung. Basel ist sehr gut per Fuß zu erkunden und so war für jeden Geschmack etwas dabei. Der letzte „offizielle“ Termin an diesem Tag brachte uns in das Rathaus. Erbaut Anfang des 16. Jahrhunderts dient es heute vor allem als Tagungsort des Kantonsparlaments von Basel-Stadt. Unser sympathischer Führer ließ keine Frage unbeantwortet und brachte uns mit mancher Anekdote zum Schmunzeln. Jetzt war es Zeit, unser Quartier in der Jugendherberge zu beziehen. Eingefügt in ein ehemaliges Industriegebäude liegt sie ruhig und fast schon abgeschieden im St. Alban Quartier und dennoch sind es nur wenige Gehminuten zum Rheinufer, dem Basler Papiermühlen Museum, dem Kunstmuseum oder dem Münster. Wie in Jugendherbergen üblich läuteten die Abendessenglocken zeitig. Gut so, denn wir waren alle hungrig und ließen uns das 3-Gänge-Menu schmecken. Im Anschluss konnten die, die noch aufnahmefähig waren, von Rainer viel über die Lebensgeschichte bzw. -leistung von Karl Barth erfahren. Der Abend klang bei guten Gesprächen und viel Lachen zum Teil in der Jugendherberge und zum Teil in der Baseler Innenstadt aus. Alle fanden Ihren Weg zurück.

Am nächsten Morgen besuchten wir nach dem Frühstück den Gottesdienst im Münster. Die interessante Predigt mit dem Leitgedanken „Was möglich ist, will wirklich werden“ gab vielfältige Denkanstöße. Im Anschluss bedankte sich Manfred Bürkle mit einem netten Präsent bei den Organisatoren der diesjährigen Ausfahrt und lobte das abwechslungsreiche Programm, welches auch genug Raum für persönliche Auszeiten bot. Eine von diesen schloss sich nun in Form der individuell gestalteten Mittagspause an. Abschließend trafen wir uns zu einer Bustour. Diese Form der Stadterkundung bietet die Möglichkeit in kurzer Zeit die wesentlichen Fakten zu erfahren und einen guten Eindruck der Stadt zu erhalten.

Pünktlich trafen wir wieder am Bahnhof für Rückfahrt ein. Eine Streckensperrung verlängerte unseren Aufenthalt um zwei Stunden, die wir jedoch ohne Mühe gesellig verbrachten. So gingen dann zwei Tage wie im Flug vorbei. Das Wetter tat sein Übriges zu einem tollen Ausflug dazu. Alle waren sich einig, dass wir in zwei Jahren wieder gemeinsam unterwegs sein wollen. Ah, da fällt mir doch der Predigttext ein. Gemäß dem Motto „Tue Gutes und sprich darüber“ hoffen wir, dass sich wieder viele Interessierte finden.