Bericht über die KGR Sitzung vom 17.6.2020 im Ev. Gemeindehaus Vogt

Auch diesmal trafen sich die Mitglieder des Kirchengemeinderats im großen Saal des Gemeindehauses Vogt, weil hier der nötige Abstand eingehalten werden kann.

Erstes Thema waren die Erfahrungen mit den neuen coronabedingten Einschränkungen im Gottesdienst. Hier waren gute Konzepte erarbeitet worden, die von den Besuchern angenommen und vorbildlich eingehalten wurden. Auch die kreativen Lösungen für Gesang und Kirchenmusik kamen gut an. Trotz der Abstandsregeln überwog in den Rückmeldungen klar die Freude, sich wieder zum gemeinsamen Gottesdienst versammeln zu können.

Im Rückblick auf die schöne Erfahrung mit dem Gottesdienst im Grünen an Himmelfahrt, beschloss der KGR für die Sommerferien vom 02. August bis 13. September 2020:
Es findet jeweils nur ein Gottesdienst um 10.15 Uhr abwechselnd in Atzenweiler und Vogt statt. Diese Gottesdienste wollen wir draußen feiern: In Atzenweiler auf dem Rasen neben der Kirche, in Vogt im Garten zwischen Gemeindehaus und Pfarrhaus. So sind wir zahlenmäßig nicht eingeschränkt.

Ein weiteres Thema war die Anwesenheit von Kindern im Gottesdienst. Hier zeigte der KGR einhellig die Haltung, dass Familien mit Kindern in allen Gottesdiensten ausdrücklich willkommen sind. Dies soll mit einem einladenden Text in den Kirchen und auch öffentlich bekannt gemacht werden.

Informationen über den Rechnungsprüfungsbericht, die Vermögenslage, zur Bauschau und Archivierung nahmen die Kirchengemeinderäte zustimmend zur Kenntnis.

Ausblick: Die Konfirmanden, deren Konfirmationstermin im Mai leider nicht stattfinden konnte, treffen sich nun wieder regelmäßig. Wir hoffen, die Konfirmation zum neuen Termin am 18. Oktober tatsächlich feiern zu können.

Statt des Gemeindefestes gibt es in diesem Jahr im Anschluss an den Gottesdienst in Atzenweiler am 19. Juli 2020 ein Zusammensein draußen auf dem Rasen neben der Kirche. Einzelheiten dazu werden noch bekannt gemacht.

Die letzte Sitzung vor den Sommerferien wird am 07. Juli 2020 sein.

Annette Grüner, KGR Sitzung vom 17. 06. 2020

Für Leute läuten


Wenn mich Menschen fragen, warum ich ehrenamtlicher Mesner geworden bin, sage ich oft: Weil
ich da läuten darf! Und das meine ich sogar ein bisschen ernst. Es ist ein ganz tolles Gefühl, mit
den Glocken der Kirche ein Signal zu geben. Vor dem Gottesdienst mit der großen Glocke
einzuladen. Zu rufen: Auf geht’s, macht Euch auf den Weg, gleich feiern wir wieder miteinander
das Leben! Und dann zum Gottesdienstbeginn einen guten Startpunkt zu setzen. Beim Klang der
beiden Glocken ruhig zu werden und zu merken, wir sind Gemeinde! Wir sind willkommen! Wir
gehören gemeinsam zu Gott! Manchmal ist die Kirche dann so voll, dass der Mesner seinen Platz
freimacht. Und am liebsten lasse ich Kinder am Mesnerplatz sitzen. Dann verabreden wir ein
Zeichen und das Läuten wird zu einer wichtigen Sache für die Kleinen. Das Leuchten in den
Augen der läutenden Kinder ist mindestens so schön wie der Klang unseres Geläuts. Ein ganz
besonderer Moment ist auch das Läuten mit der kleinen Glocke bei der Taufe. Dann höre ich, wie
wir der ganzen Welt zurufen: Ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen, Du bist mein. Das bewegt
mich - jedes Mal. Und dann darf die große Glocke noch das Vaterunser begleiten. Die Glocke
stimmt mit ein in dieses Gebet, dass uns Jesus gelehrt hat. Ich stelle mir vor, dass sie dann
vielleicht auch manchem eine Stimme gibt, der gerade keine Worte findet oder sprachlos ist. So
läute ich nun schon ein paar Jahre. Immer gerne und mit großer Freude. Ich läute für die Leute.

Christof Schäfer

Bericht über die KGR Sitzung vom 12.5.2020 im Ev. Gemeindehaus Vogt

Unter  Wahrung aller coronabedingten Regeln ( Abstand, begrenzte Teilnehmerzahl…)konnte jetzt wieder  unsere KGR Sitzung stattfinden.  Mancher von uns war per Video Konferenz von zu Hause aus zugeschaltet. Situationsbedingt durch die Pandemie lag der Schwerpunkt der Themen auf den Herausforderungen, die derzeit unsere Gemeindeglieder und unsere Gemeindeleitung betreffen. Es wurde besprochen, wie in der Krise bisher unser Gemeindeleben verlief und unter den Einschränkungen weiter verlaufen kann und im 2. Teil, ob und wie wir jetzt wieder Gottesdienste gestalten können.

Es konnte festgestellt werden, daß die Gemeindeglieder untereinander gut vernetzt sind.  Der neue Gemeindebrief kam genau zur richtigen Zeit. In ihm und im Mitteilungsblatt sind viele Informationen, wie und wo sich Menschen in Notlagen Hilfe erbitten können.  Jederzeit können,  dürfen und mögen sich alle Gemeindeglieder sehr gern direkt an unsere Pfarrer wenden, persönlich, telefonisch, per Brief oder mail. Die Predigten liegen in der in Vogt offenen Kirche aus. Und auf einem Anrufbeantworter  ( 0751/ 8939945) können geistliche Impulse unserer Pfarrer gehört werden. Das allabendliche „CoronaLäuten“ um 19.30 verband die Menschen  im Gebet miteinander. Dies wird in Zukunft mit dem täglichen Abendgebetsläuten um 19.00 weiterhin möglich sein.

Jetzt können und dürfen wieder Gottesdienste in unseren Gemeinden stattfinden.  Zuerst wurde grundsätzlich theologisch und auch persönlich  darüber debattiert, ob wahrer Gottesdienst mit den gegebenen Einschränkungen überhaupt möglich sein kann. Wie kann Gemeinschaft erlebt werden unter Masken und mit Abstand. Wie können wir Menschen erreichen, die uns nicht erreichen können  (Zielgruppenorientierung). Wie kann man eingeladen sein zum Gottesdienst, wenn doch klar ist, dass unter der Massgabe der Höchstzahl und unter Ausschluss der Kranken eben nicht alle kommen können. Wie kann Gottesdienst ohne Gemeindegesang und ohne Abendmahl stattfinden. Wären Anmeldungen sinnvoll? Viele Fragen wurden intensiv erörtert. Ein gründlich erarbeitetes Infektionsschutzkonzept wurde diskutiert und einvernehmlich verabschiedet. Ein Ordnungsdienst wird für die Gottesdienste eingerichtet, den die KGR versehen werden. Ganz wichtig ist uns allen hierbei, daß bei aller Ordnungswahrung und Verantwortung der Gesundheit von uns allen gegenüber, sich niemand alleingelassen fühlen darf. Mit großer Mehrzahl wurde dann beschlossen, dass wir jetzt mit den Gottesdiensten mutig und fröhlich starten werden. Wer in irgendeiner Weise  durch die gegebenen Einschränkungen in persönliche Not kommt, möge sich unbedingt direkt an unsere Pfarrer oder auch an jeden KGR wenden.

Sehr schmerzlich wurden die Einschränkungen nochmals deutlich, als festgestellt wurde,  wie viele Maßnahmen und Angebote derzeit leider ausfallen müssen ( u.a. Gemeindefest, Familienfreizeit, Ausflug, der evtl. in kleinem Rahmen stattfinden kann, verschieden Kreise, …. ) Vielleicht am schmerzlichsten sind die Einschränkungen hinsichtlich des Konfirmationslebens und die Verschiebung der Konfirmation, die auch noch mit Unklarheiten behaftet ist. Alles aktuelle finden Sie wie immer im Mitteilungsblatt und auf der homepage unserer Kirchengemeinde.                                                            Weitere Themen waren noch die Verpflichtung von Fr. Clus als zugewählte KGR, Berufung des Bauausschusses , Fortführung unserer Arbeitskreise und  und…                                                              Unsere nächste Sitzung wird am 17.6.20 sein. Sprechen Sie uns an mit den Themen, die Sie bewegen.

Helmut Mielke KGR

Patenkind Sheila

Bericht über die KGR Klausur vom 24.1.-26.1.

Am 1.12.19 gewählt, am 14.1.2020 in erster Sitzung konstituiert, verbrachte der neue KGR zusammen mit unserem wiedergewählten 1. Vorsitzenden C. Schäfer und unseren Pfarrern Boss und Bürkle und auch Pfarrerin Boss, die noch in Elternzeit ist, ein ganzes Klausurwochenende in Bad Waldsee.

Am Freitagabend ging es sofort in die Sacharbeit: Der Plan für die kirchliche Arbeit 2020 stand auf der Tagesordnung. Unser erster gemeinsamer Haushaltsplan unter der Regie von Kirchenpflegerin B. Ludwig, der jetzt unsere inhaltlichen Schwerpunkte auch in finanzieller Hinsicht zusammenführt.

Dann entschieden wir über den Zweck einer sehr großzügigen Spende des katholischen Frauenbundes Grünkraut, für die wir und auch der ´Ökumenische Chor Grünkraut´, dem sie zugeführt wird, sehr dankbar sind.

Anschließend ging es in eine theologisch tiefgehende Diskussion über die Möglichkeit der Trauung von gleichgeschlechtlich liebenden Paaren. Die Landessynode und der OKR haben hier bisher sehr enge Grenzen gesetzt.  Unser KGR-Gremium steht dieser Möglichkeit sehr offen gegenüber und wir werden die Gemeinde in einer Veranstaltung informieren.

Am Samstag stiegen wir sofort wieder inhaltlich ein. Wir wollten Qualitätsmerkmale für unsere Arbeit und persönliche Arbeitsbereiche festlegen. Stichworte hierzu sind: Öffentlichkeitsarbeit, Gottesdienstbeteiligungen, Gruppenbezogene Angebote (Senioren,  Jugendliche, Kinder….) Schöpfungsverantwortung, Ökumene, Vernetzung, Mobilität, Bildungsarbeit, ehrenamtliche Mitarbeit. Es wurden verschiedene Arbeitskreise gebildet.

Nach einem wunderbaren Mittagessen, planten wir, nachdem die morgendliche Arbeitseinheit eher theoretischer Natur war, ganz konkrete Maßnahmen und Angebote im Jahr 2020. Winterabend, Sommerfest,  Mittagsmahl, Lesungen, Kino, Theater, Ferienfreizeit im Sommer, Familienwochenende, Gemeindeausflug und mehr werden wieder stattfinden.

Am Spätnachmittag konnten wir bei einem Spaziergang und einer Brauereibesichtigung auch uns persönlich ein bisschen besser kennenlernen. Nach einem guten Abendessen und einem gemeinsamen Spieleabend, der auch wieder Raum und Zeit lies für persönliche Gespräche, waren wir alle am Abend erfüllt und erschöpft.

Am frühen Sonntagmorgen, nach der wieder so inspirierenden Morgenandacht von C. Schäfer, fassten wir unsere Ergebnisse und Erfahrungen des Wochenendes zusammen. Es gab durchweg positive Resonanzen. Gemeinsam besuchten wir dann den Gottesdienst in Baienfurt, wo die dortigen KGR in ihr Amt eingeführt wurden. Wir starten jetzt guten Mutes in unsere neue Periode, gemeinsam und voller Begeisterung. Sprechen Sie uns an mit ihren Wünschen, ihren Vorstellungen, ihrer Kritik, wo auch immer Sie uns begegnen nach den Gottesdiensten, bei unseren Angeboten, oder einfach auf der Straße.

Helmut Mielke