Kleine Werkzeuge - haben Sie Lust, mitzusammeln?

Vor kurzem habe ich meiner Schwester am Telefon zum Geburtstag gratuliert. Sie sagte, sie wünsche sich von mir: Kleine Werkzeuge. Gut, dachte ich, wenn du das brauchst... Ich hätte vermutet, so etwas hätten sie und ihr Mann längst im Haus. Aber kein Problem, Hammer, Beißzange, eine Handsäge, Nägel und ein paar ähnlich nützliche Dinge da lässt sich auch ein nettes Geschenk draus machen…

Doch dann erklärte sie weiter: Die Anregung habe sie von einem Freund, der sie ermutigte, sie solle doch eine Zusammenstellung „kleiner Werkzeuge“ gestalten, vielleicht gar ein Kunstwerk draus machen, oder eine Ausstellung...

Es ging um Werkzeuge besonderer Art: Kleine, einfache Lieblingsideen, innere Bilder, hilfreiche Gewohnheiten, Rituale, besondere kleine Aktionen, Gegenstände, die man sich zur Hand nimmt, ansieht, Methoden, die man verwendet, um die guten Energien, die positiven inneren Kräfte wachzurufen und zu stärken. Kleine „Werkzeuge“ eben, egal welcher Art – gedanklich, gegenständlich, bekannt und anerkannt oder ganz persönlich und völlig eigenartig, schräg sogar in den Augen anderer. Was tut dir gut? Was nutzt du gerne für dich?

Die Fastenaktion „Sieben Wochen ohne“ steht in diesem Jahr unter dem Motto: Zuversicht! Sieben Wochen ohne Pessimismus. Eine tolle Idee! Gerade in instabilen, verunsichernden Zeiten wie wir sie derzeit erleben. Zeiten, die viele Menschen und viele Ideen und Möglichkeiten, Mut und Quellen guter Energien brauchen können. Es ist vieles offen und kann sich zum Schlechteren oder auch zum Besseren wenden. Aus der Hirnforschung und von der Psychologie ist bekannt, dass wir selbst beitragen und beeinflussen können, was sich in unserem Inneren entwickelt und was Beachtung, Gewicht und Einfluss auf unser Denken, Empfinden und Handeln gewinnt.

Sehr gerne mache ich mit bei dieser Werkzeug-Sammlung. Gebe die Idee gerne auch an Sie weiter, liebe Gemeindeglieder. Wenn Sie Lust haben, Ihre persönlichen kleinen Lieblings-„Werkzeuge“ zu nennen, zu erklären. Ich gebe sie weiter an meine Schwester. Ein Foto, eine Beschreibung, ein Bild, ein Tondokument Ihres Lieblingsschlagers oder Ihrer Lieblingsoper, die Ihnen dann hilft, wenn es Ihnen dreckig geht.

Was macht sie damit? Keine Ahnung! Meine Schwester hat Kunst und Kunstgeschichte studiert und hat als Lehrerin gearbeitet. Jetzt ist sie im Ruhestand und wer weiß, vielleicht entsteht ein Kunstobjekt oder eine Ausstellung, die wir dann vielleicht auch einmal in die Gemeinde holen können. Was draus erwächst ist noch offen, aber so ist das mit Werkzeugen…

 

Wenn Sie Lust haben, melden Sie sich gerne bis Ende April. („Falls aber jemand länger braucht, oder im Tun erst so richtig in Fahrt kommt, wenn also die Ideen erst in vier Wochen oder in zwei Monaten sprudeln, freue ich mich erst recht!“ – so meine Schwester).                                                                             Vielen Dank und viel Freude dabei!    Ihr Manfred Bürkle

 

(email: manfred.buerkledontospamme@gowaway.elkw.de; tel.: 0751.62701; oder direkt abgeben…)

Bericht über die KGR Klausur vom 24.1.-26.1.

Am 1.12.19 gewählt, am 14.1.2020 in erster Sitzung konstituiert, verbrachte der neue KGR zusammen mit unserem wiedergewählten 1. Vorsitzenden C. Schäfer und unseren Pfarrern Boss und Bürkle und auch Pfarrerin Boss, die noch in Elternzeit ist, ein ganzes Klausurwochenende in Bad Waldsee.

Am Freitagabend ging es sofort in die Sacharbeit: Der Plan für die kirchliche Arbeit 2020 stand auf der Tagesordnung. Unser erster gemeinsamer Haushaltsplan unter der Regie von Kirchenpflegerin B. Ludwig, der jetzt unsere inhaltlichen Schwerpunkte auch in finanzieller Hinsicht zusammenführt.

Dann entschieden wir über den Zweck einer sehr großzügigen Spende des katholischen Frauenbundes Grünkraut, für die wir und auch der ´Ökumenische Chor Grünkraut´, dem sie zugeführt wird, sehr dankbar sind.

Anschließend ging es in eine theologisch tiefgehende Diskussion über die Möglichkeit der Trauung von gleichgeschlechtlich liebenden Paaren. Die Landessynode und der OKR haben hier bisher sehr enge Grenzen gesetzt.  Unser KGR-Gremium steht dieser Möglichkeit sehr offen gegenüber und wir werden die Gemeinde in einer Veranstaltung informieren.

Am Samstag stiegen wir sofort wieder inhaltlich ein. Wir wollten Qualitätsmerkmale für unsere Arbeit und persönliche Arbeitsbereiche festlegen. Stichworte hierzu sind: Öffentlichkeitsarbeit, Gottesdienstbeteiligungen, Gruppenbezogene Angebote (Senioren,  Jugendliche, Kinder….) Schöpfungsverantwortung, Ökumene, Vernetzung, Mobilität, Bildungsarbeit, ehrenamtliche Mitarbeit. Es wurden verschiedene Arbeitskreise gebildet.

Nach einem wunderbaren Mittagessen, planten wir, nachdem die morgendliche Arbeitseinheit eher theoretischer Natur war, ganz konkrete Maßnahmen und Angebote im Jahr 2020. Winterabend, Sommerfest,  Mittagsmahl, Lesungen, Kino, Theater, Ferienfreizeit im Sommer, Familienwochenende, Gemeindeausflug und mehr werden wieder stattfinden.

Am Spätnachmittag konnten wir bei einem Spaziergang und einer Brauereibesichtigung auch uns persönlich ein bisschen besser kennenlernen. Nach einem guten Abendessen und einem gemeinsamen Spieleabend, der auch wieder Raum und Zeit lies für persönliche Gespräche, waren wir alle am Abend erfüllt und erschöpft.

Am frühen Sonntagmorgen, nach der wieder so inspirierenden Morgenandacht von C. Schäfer, fassten wir unsere Ergebnisse und Erfahrungen des Wochenendes zusammen. Es gab durchweg positive Resonanzen. Gemeinsam besuchten wir dann den Gottesdienst in Baienfurt, wo die dortigen KGR in ihr Amt eingeführt wurden. Wir starten jetzt guten Mutes in unsere neue Periode, gemeinsam und voller Begeisterung. Sprechen Sie uns an mit ihren Wünschen, ihren Vorstellungen, ihrer Kritik, wo auch immer Sie uns begegnen nach den Gottesdiensten, bei unseren Angeboten, oder einfach auf der Straße.

Helmut Mielke