Predigt zum Palmsonntag am 05.04.2020 - als Text und zum Anhören

Liebe Gemeinde,

ich habe nachgedacht, ob ich ein Bild finden könnte aus der Gegenwart, eine ähnlich grotske Situation für das, was uns im Predigttext für den Gottesdienst am heutigen Palmsonntag begegnet. Und auch, wenn es vielleicht nicht ganz passt: Stellen sie sich einmal vor, in diesen Tagen, wo man wegen des Gebunden seins in und an die eigenen Vier Wände vielleicht anders durch das Fenster nach draußen blickt, vielleicht manches auch noch einmal bewusster wahrnimmt, vielleicht auch die Chance und die Herausforderung hat, zugleich nach innen, auf sich selbst und sein Leben zu blicken…  stellen sie sich einmal vor, wie das wäre, wenn ihr Nachbar plötzlich eine Lieferung bekäme: mit einem riesigen Lastwagen direkt vor der Türe abgeladen, ganz persönlich und nur für ihren Nachbarn, ungefragt bestellt und geliefert von einem Spender, der vielleicht sogar bekannt ist, aber nicht gerade zu den besten Kreisen der Gesellschaft gezählt wird…

Die Lieferung ? Es ist Klopapier! Klopapier, Reis und Nudeln! Ganz allein für ihren Nachbarn! In diesen Zeiten, wo andere vor leeren Regalen stehen…

Wie würden Sie reagieren ? 

-   Der Predigttext ?   Er steht im Markusevanglium: (Mk 14,3-9)

 

Die Salbung in Betanien

3 Und als er in Betanien war im Hause Simons des Aussätzigen und saß zu Tisch, da kam eine Frau, die hatte ein Alabastergefäß mit unverfälschtem, kostbarem Nardenöl, und sie zerbrach das Gefäß und goss das Öl auf sein Haupt.

4 Da wurden einige unwillig und sprachen untereinander: Was soll diese Vergeudung des Salböls?

5 Man hätte dieses Öl für mehr als dreihundert Silbergroschen verkaufen können und das Geld den Armen geben. Und sie fuhren sie an.

6 Jesus aber sprach: Lasst sie! Was bekümmert ihr sie? Sie hat ein gutes Werk an mir getan.

7 Denn ihr habt allezeit Arme bei euch, und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun; mich aber habt ihr nicht allezeit.

8 Sie hat getan, was sie konnte; sie hat meinen Leib im Voraus gesalbt zu meinem Begräbnis.

9 Wahrlich, ich sage euch: Wo das Evangelium gepredigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie  getan hat.

Was das wohl für eine Situation war im Haus des Simon, des Aussätzigen?

 

Eine irritierende.

Eine hoch verschwenderische Aktion

Und dazuhin etwas, das sich vermutlich auch nicht gerade ziemte – ein ungehöriges Verhalten der Frau.

„Was soll das?“  „Was soll diese Vergeudung des kostbaren Salböls?“ So haben einige Leute im Haus des Simon verärgert gefragt.

Und in der Tat: Wenn man sich einmal die Verhältnisse vor Augen hält, kann einem schon der Gedanke an Verschwendung kommen:

Das Nardenöl, von dem hier die Rede ist, ist ein Aromaöl, das aus der Wurzel und den unteren Stengelteilen einer Pflanze hergestellt wird, die heute in etwa drei bis über fünftausend Metern Höhe im Himalayagebirge wächst.

Als Handelsartikel war Narde bereits zu den Zeiten des Königs Salomo bekannt – und offenbar auch sehr kostbar. (Ob damals, zu Zeiten von Jesus, auch der weite Handelsweg vom Gebiet Indien/Pakistan nach Palästina im Hintergrund stand, oder ob ein Anbau anderswo bekannt und möglich war, entzieht sich meiner Kenntnis.)

Auf dreihundert Silbergroschen schätzten die verärgerten Leute in der Erzählung von der Salbung Jesu in Bethanien den Wert des Öles. Das wäre dann ungefähr so viel ein Jahreslohn eines Arbeiters. Da kann man schon ins Fragen kommen -  was ist sinnvoll und was ist verschwenderisch, übertrieben ungehörig?

„Hätte man das Öl nicht verkaufen und den Gegenwert an die Armen und Bettler verteilen können?  Das hätte für die ganze Gegend ausgereicht!“

 

Die Frage, ob man eher den Armen etwas geben, oder sich etwas sehr Luxuriöses gönnen solle, das war für Jesus und seine Jünger normalerweise wahrscheinlich ziemlich schnell und eindeutig zu beantworten.

Aber nach dieser Erzählung lässt Jesus es zu, dass die Frau ihn verschwenderisch mit luxuriös teurem Öl salbt  -

Warum? Was soll das?  -  Die Frage kann man vielleicht auch als eine Anklage an Jesus selbst verstehen:  Warum stellst du hier nicht klar, was nötig ist. Oder was richtig wäre ?

Im Untergrund der Frage steht:  Warum weißt du die Frau nicht zurecht?

Und hinter der Empörung steckt vielleicht auch noch etwas ganz anderes.

 

Zur Zeit Jesu im Orient, in einem Klima, das die Haut austrocknet und verbrennt, gehörten Salben und Öle wahrscheinlich zum täglichen Gebrauch.

Den Gästen wurde Wasser gereicht, um sich Hände und Füße vom Staub und Dreck zu waschen und um sich zu erfrischen. Und als Zeichen besonderer Gastfreundschaft gab es auch wohlriechendes Öl.

 

Auch Kranke wurden gesalbt, um Schmerzen zu lindern, und Tote, um ihnen die letzte Ehre zu erweisen. Wir heute kennen im Bereich der Katholischen Kirche

auch die letzte Ölung als Sakrament an Sterbenden.

 

Die Frau schenkt Jesus also ein Zeichen ganz besonderer Aufmerksamkeit und Nähe. Sie, die Frau, eine unbekannte, namenlose Frau, ist Jesus, dem Mann, nahegetreten –  vielleicht zu nahe -  getreten.

Zwar nicht auf der Straße sondern in einem Privathaus, aber doch in der Öffentlichkeit eines gemeinsamen Males.

Man kann annehmen, dass dies in der damaligen jüdischen Gesellschaft nicht gerade normal und möglicherweise auch nicht so einfach akzeptiert war.

Wahrscheinlich waren die andern durch diese Zuwendung der Frau zu Jesus unangenehm berührt.

 

Pikanterweise ist dann aus der im Markusevangelium noch namenlosen Frau

im später entstandenen Lukasevangelium (Kap. 7) auch eine „stadtbekannte Sünderin“ geworden.  ( Und spannenderweise:  bei Johannes, dem jüngsten der Evangelien - also demjenigen, das am spätesten geschriebenen wurde -  ist diese liebevolle Tat dann wiederum  Maria zugeschrieben worden, der Schwester von Marta und von Lazarus, die alle drei offenbar enge Freunde von Jesus waren. )

 

 

Wie dem auch sei.

Jesus lässt es zu, dass er gesalbt wird und distanziert sich nicht von der Frau.

Im Gegenteil, er sagt: Lasst sie in Frieden! Was betrübt ihr sie? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. Sie hat meinen Leib im Voraus gesalbt für mein Begräbnis.

 

Die Frau, wenige Kilometer vor Jerusalem im Dorf Bethanien, hat wohl etwas erkannt, was den Jüngern verborgen blieb und was ihnen widerstrebte:

Nicht nur der Einzug Jesu in Jerusalem    den wir heute am Palmsonntag ja bedenken und wo Jesus von den Menschen des Volkes (zunächst noch)  empfangen und gefeiert wurde wie ein König    stand kurz bevor, sondern eben auch sein Verraten werden, sein Leiden und sein Sterben standen ihm bevor. Sie, die Frau,  hatte dafür wohl ein feines Gespür und wandte sich ihm ganz liebevoll zu.

 

Seinen Jüngern hatte Jesus schon dreimal davon erzählt. Aber sie wollten, oder: konnten es nicht begreifen, nicht verstehen.

Sie waren so sehr beschäftigt mit der Erwartung und eines großen Volksanführers eines Königs, mit der Hoffnung auf den Messias, dass sie die Hinweise auf sein Leiden und Sterben gar nicht sehen, nicht verstehen konnten und wollten.

Da spricht Jesus mit seinen Vertrauten, seinen Freunden, seinen Jüngern und erzählt ihnen von seiner innersten Not - davon, dass er in Jerusalem gefangen, gefoltert, verurteilt und getötet werden wird    -   und was ist die Reaktion der Jünger?

Das ist schon enttäuschend !  Aber halt auch ehrlich und von der Bibel offen erzählt: schon auch menschlich. 

Bei der Schilderung der dritten Leidensankündigung etwa (Mk. 10), kommen die beiden Söhne des Zebedäus Jakobus und Johannes -  im Verlauf der Komposition des Evangeliums unmittelbar danach - zu Jesus mit der Bitte: Wir wollen in deinem Reich in deiner Herrlichkeit, einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken.

Die beiden haben das mit dem Leiden und Sterben überhaupt nicht gehört, nicht verstanden, nicht kapiert. Die Krise ist in ihrer Bedeutung bei ihnen nicht durchgesickert…

Die denken an ein irdisches Königreich, das der Messias-König errichten wird, darauf hoffen sie. Und da wären sie gerne mit dabei – am besten, ganz nah am Zentrum des Glanzes und der Macht. 

Ganz anders dagegen die Frau im Haus von Simon, dem Aussätzigen  -  alleine das, dieses unmittelbare Nebeneinanderstehen der Erwähnung des Aussätzigen

und der Jünger mit ihren Hoffnungen auf Macht und Glanz in ihren Köpfen, alleine das ist ja schon eine hochspannungsreiche Ironie in der Erzählkomposition  - 

die Frau hat im Gegensatz zu den Männern, den Jüngern erkannt und sie hat sich Jesus mit Liebe zugewandt, wollte ihm etwas Gutes tun, ihn stärken, ihm Zuwendung und Nähe, Kraft geben.  -  „Sie hat getan, was sie konnte; sie hat meinen Leib im Voraus gesalbt für mein Begräbnis.“

 

Aber eigentlich - und das ist der Gipfel in der Erzählung des Markus - eigentlich geschieht hier noch etwas ganz anderes: Nämlich in den symbolischen Elementen, die auftauchen, eigentlich  die Salbung Jesu zum König des Volkes Gottes.

Lassen sie mich das kurz erzählen. Drei Elemente gehören in der Tradition des Volkes Jesu normalerweise zur Einsetzung eines Königs:

- Die Salbung,

- die Ausrufung des Königs

- und die Bestätigung durch das Volk.

 

Die Frau in Betanien gießt das hochwertvolle Nardenöl über den Kopf von Jesus aus, so wie einst der Prophet Samuel den Saul und den David zu Königen des Volkes gesalbt hat.

Die Ausrufung Jesu zum König erfolgt in der Erzählstruktur des Markusevangeliums durch das Bekenntnis des Petrus in Kapitel 8 (V. 29): Du bist der Messias, der Christus ( das heißt: der Gesalbte )

und schließlich die Akklamation, die Bestätigung, erfolgt dann unmittelbar nach seinem Tod am Kreuz durch einen Vertreter der ganzen Welt:  Durch den  Hauptmann aus dem Heer der römischen Weltmacht,  der angesichts des Gehängten  am Kreuz sagt:  Wahrlich, dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen!

 

So erleben wir hier also eigentlich, im tieferen Sinn der Schilderung des Evangeliums, die Salbung von Jesus zum wahren König der Welt.

Doch dieser König ist ein ganz anderer König.

Dieser König ist auf dem Weg zu seiner Hingabe, seinem Leiden und seinem Tod. 

Auf dem Weg zum Leiden an und unter seinem Volk, das ihn zuerst als König feiert und kurz danach verdammt und ausstößt.

Auf dem Weg zum Leiden und Sterben unter der Macht der Anführer, die um ihre Bedeutung, ihre Macht bangen und unter der Macht des römischen Weltreiches. 

Er ist auf dem Weg zu seiner Selbsthingabe für sein Volk,

für diese so herrlich unvollkommenen, aber auch tief schuldigen Menschen,

für diese alle, die ganze Menschheit….

Er gibt sich ganz und gar, damit wir Menschen ganz und gar leben können.    

-   Eigentlich: Macht er uns zu Königinnen und Königen.

 

 

- Fürbittgebet

Jesus Christus, du kamst in die Welt, in unser Leben,

ein König, mit versöhnender Geste und Kraft.

Du kamst, um uns zu gewinnen, nicht zu erobern und zu unterdrücken.

Gib uns Hoffnung, in dieser hoffnungshungrigen Zeit,

Wir beten und hoffen für die Menschen der Welt – besonders in der gegenwärtigen Krise:

Die Kranken und die Leidenden und Sterbenden,

die, welche sich sorgen oder die trauern um ihre Liebsten,

die, die sich einsetzen zur Begleitung und Pflege der Kranken und Notleidenden

und zur Hilfe und Begleitung derer, die auf Hilfe angewiesen sind,

die einsam sind und isoliert, die gebunden sind oder krank,

die jetzt betroffen sind von besonderen und bedrängenden Sorgen und Nöten.

Wir bitten für die, die Verantwortung tragen in den Planungs- und Organisationszentren der Politik, der Gesellschaft und der Wirtschaft,

und für alle, die unter Anspannung und Belastung stehen, die sich sehnen nach Heilung und Hoffnung.

Befreie die Menschen der Welt von Krankheit an Leib und Seele,

vor falschen Hoffnungen auf falsche Herrschaft und verkehrte Macht

und schaffe Frieden in den Herzen und im Leben der Menschen.

Gib uns Augen, die sehen, Ohren die hören und ein Herz, das versteht

Gib uns Seelen, die vertrauen und Hände, die helfen wo sie helfen können.

 

Vater unser im Himmel.

Geheiligt werde Dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib‘ uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung.

Sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

 

Predigt zum Sonntag Judica am 29.03.2020 - als Text und zum Anhören

Liebe Gemeinde,

am Freitag in einer Woche ist Karfreitag, der Höhepunkt der Passionszeit. Und diese steuert damit nicht nur auf ihren Höhepunkt, sondern zugleich auch auf ihr Ende zu: den Ostermorgen.

In diesem Jahr sind diese Wochen für uns noch einmal neu und erschreckend anders verbunden mit Leid und Passionsgedanken. Die Corona-Krise hat unser aller Leben fest im Griff und nach dem, was wir wissen können, ist sie noch nicht einmal an ihrem Höhepunkt angekommen. Sie wird unser Leben weiterhin begleiten und beeinflussen.

Wird der Inhalt der Osterbotschaft, die der Passion ihr Ende setzt, das auch tun können – unser Leben begleiten und beeinflussen, mit der Botschaft vom Leben stärken?


Im Predigttext für den heutigen Sonntag Judika, aus Hebräer 13, 12-14, heißt es:

„Darum hat auch Jesus, damit er das Volk heilige durch sein eigenes Blut, gelitten draußen vor dem Tor. So lasst uns nun zu ihm hinausgehen aus dem Lager und seine Schmach tragen.

Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.

 

Vielleicht ist es hilfreich, wenn wir uns zu diesen kurzen Zeilen zunächst die historische Situation vieler Christen zurzeit, als der Hebräer­brief geschrieben wurde, vergegenwärtigen:

Damals, gegen Ende des 1. Jahrhunderts, lösten sich die christlichen Gemeinden von ihrer »Wurzel«, dem Judentum. Einerseits wurden sie aus dem Gottesdienst der Synagoge ausgeschlossen, weil sie grundlegende Glaubensinhalte und Überzeugungen des Judentums verließen. Etwa die Beachtung der Gebote aus der Tora als Weg zum Heil, die Beschneidung als verbindliche Vorgabe für alle männlichen Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, die Bedeutung des Bundes Gottes mit Israel als auserwähltes Volk. Die Christen andererseits begannen, das Evangelium vom Auferstanden Herrn in die Welt zu tragen, auch zu den sogenannten „Heiden“ und sie nahmen diese als vollgültige Mitglieder in die Gemeinde auf. Sie distanzierten sich auch ihrerseits von der Synagogengemeinschaft und verstanden sich als das eigentliche, neue „Volk Israel“.

 

Aber diese Trennung bedeutete auch Entwurzelung und Verunsicherung. Und das  -  kann Angst machen.

 

Diese Angst hat der Hebräerbrief mit seinem Aufruf wohl im Blick. Die Christen sollten ermutigt werden und sollten gewonnen werden für den Weg, der für sie Auszug aus dem Lager des Judentums bedeutete und Verunsicherung mit sich brachte.

Der Hinweis auf Jesus als den „wahren Hohe­priester“, der Erlö­sung erworben hat mit dem Opfer seines Lebens, ist vor diesem Hintergrund auch Hinweis darauf, dass er Verunsicherung, Angst und Einsamkeit, ja bereits erlebt und durchlebt hat und ( - Erlösung für sie! - ) diesen Schritt schon gegangen ist.  

Wenn die Christen sich in ihrer Situation verunsichert und verängstigt finden, dann -  so der Verfasser des Hebräerbriefs  -  ist dies etwas, das Jesus selbst zutiefst kennt, etwas das Gott selbst auch kennt. Wenn sie ausgestoßen werden, wenn die bisherigen Rahmenbedingungen ihres Lebens nicht mehr gelten, wenn sie neue Wege gehen und suchen müssen, so ist es zugleich aber auch etwas, wo er als der Hohepriester sie im Geist begleitet und wo er, der Hohepriester sie nicht alleine und nicht im Stich lässt...

 

Heute, zweitausend Jahre später und in Zeiten der Coronakrise, können wir fragen: Was hat das mit uns zu tun? Wird auch von uns ein „Hinausgehen aus dem Lager“ verlangt? Und welches Lager?  

 

Ich will einmal einen – mag sein, vielleicht auch etwas provozierenden - Gedankenfaden spinnen.

 

Wenn schon die Finanzkrise der Jahre 2008 und danach uns nicht aus dem Lager der Gewohnheiten und Überzeugungen gebracht hat. - Manche Finanz und Wirtschaftsfachleute sagen im Rückblick: Wir haben, genau besehen, nichts dazu gelernt. Unser Handel und Wandel geht, durch ein paar versuchte Lenkungs- und Sicherungsmaßnahmen flankiert vielleicht, im Grunde doch weiter wie eh und jeh.

Und wenn uns auch die weltweite Flüchtlingskrise - selbstkritisch betrachtet - nicht aus dem Lager eines (im wohlhabenden Teil der Welt) äußerlich relativ abgesicherten, anscheinend friedlichen Lebens herausgebracht hat. -  Die Lagergrenzen werden nach wie vor mit einiger Anstrengung gesichert. Aber die Bemühungen, Gründe und Ursachen für Flucht, Vertreibung und Migration zu bekämpfen, verlaufen ohne wirklichen Erfolg, ohne die nötigen tiefgreifenden Veränderungen, werden torpediert, untergraben oder ganz vergessen…

Wenn wir also bisher noch immer einigermaßen ruhig - vielleicht auch bequem - leben konnten und uns einigermaßen gut aufgehoben wähnen konnten  -  die Corona-Krise scheint uns aus dem vertrauten Lager schlicht ´hinauszuwerfen´. Es geht uns, wie den jungen Vögeln im Frühjahr, die aus dem Nest getrieben und hinausgedrängt werden.

Wie werden wir den notwendigen Flügelschlag schaffen? Wie werden wir es schaffen, zu fliegen?

 

Mag sein, dass uns solche Gedanken nicht neu oder fremd sind. Es ist verständlich, wenn wir dieser Tage aber besonders unsicher sind. Wenn wir Ängste haben. Ich jedenfalls könnte es nicht einfach abstreiten. Und auch nicht abstreifen.

Manche reden angesichts der Coronakrise bereits von einem epochalen Wandel für Gesellschaft und Wirtschaft, für das Zusammenleben, auch für die Kirchen und ihre Arbeit, ihre Bedeutung (oder Bedeutungslosigkeit).

Auch wenn es mir für solche „großen Analysen“ noch reichlich früh zu sein scheint, der viel gehörte, häufig zitierte letzte Satz des Predigtabschnitts bekommt einmal mehr herausfordernde Bedeutsamkeit: Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.

Er enthält aber auch Trost.

Ich glaube nicht, dass es darum ginge, uns vom Leben und auch nicht von dieser Welt innerlich zu distanzieren und gewissermaßen uns schon zu verabschieden (und sei es mit noch so frommer Glaubensüberzeugung). Sie ist Geschenk und unser Leben ist Geschenk – ein unschätzbares, das wird uns dieser Tage neu bewusst. Wir dürfen sie lieben und dürfen uns daran freuen, dankbar das Leben schätzen und es genießen.

Ich glaube auch nicht, dass es darum ginge, Ängste und Verunsicherung einfach zur Seite zu drängen, nicht wahrhaben zu wollen oder zu sollen.

Ich vertraue darauf und glaube daran, dass Gott größte Freude und Erfüllung kennt und liebt; dass Gott aber auch die tiefste Bedeutung von „Passion“ ausgelotet hat. Dass Gott um jedes einzelne Leben weiß, alle Unsicherheiten und Ängste kennt, alle Brüchigkeit versteht und auch alles Versagen (und Verzagen!). Und dass Gott es trägt. Dass Gott uns trägt. Gott geht mit auf den Wegen des Lebens, die wir suchen und bauen für das Leben. Gott schenkt Zukunft.

Dies entledigt uns aber nicht der Wachsamkeit und des Sorgens, der Anstrengung und jeder Mühe um das Leben.

Und wenn es uns gelingt, so zu leben, wie es dem Leben als Jünger und Jüngerinnen des Gottessohnes Jesus entspricht, mit Liebe, Anteilnahme, Verantwortung und Gottvertrauen (dem tiefem Vertrauen in uns, dass Gott uns hält - nicht, dass wir Gott in uns halten müssten),

dann wird zwar manches Leid der Welt und im Leben auch nicht ausbleiben,

aber dann ist Christus nicht ver­geblich gestorben und auferstanden. Nicht weil wir es schaffen könnten und müssen, sondern weil Gott in uns es kann.

Ich freue mich darauf, wenn wir in Zukunft wieder im Gottesdienst in unserer Kirche zusammen sein und miteinander beten, feiern, singen können – z.B. diese Verse:

 

Du bist der Atem der Ewigkeit,

du bist der Weg in die neue Zeit.

Du bist das Leben, Gott.

 

Du bis die Hand, die uns schützend nimmt,

du bist das Korn, das dem Tod entspringt.

Du bist das Leben, Gott.

 

Du bist das Kreuz, das die Welt erlöst,

du bist der Halt, der uns Mut einflößt.

Du bist das Leben, Gott.

 

Du bist das Wort, das uns Antwort gibt,

du bist ein Gott, der uns Menschen liebt.

Du bist das Leben, Gott.

 

(aus: Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder plus, 23 - Text: Thomas Laubach)

 

Vater unser im Himmel.

Geheiligt werde Dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib‘ uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung.

Sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Predigt zum Sonntag Laetare am 22.03.2020 - als Text und zum Anhören

Predigt zum Sonntag Lätare, 22.03.2020

Freuet euch mit Jerusalem und seid fröhlich über die Stadt, alle, die ihr sie liebhabt! Freuet euch mit ihr, alle, die ihr über sie traurig gewesen seid. 11 Denn nun dürft ihr saugen und euch satt trinken an den Brüsten ihres Trostes; denn nun dürft ihr reichlich trinken und euch erfreuen an ihrer vollen Mutterbrust. 12 Denn so spricht der Herr: Siehe, ich breite aus bei ihr den Frieden wie einen Strom und den Reichtum der Völker wie einen überströmenden Bach. Da werdet ihr saugen, auf dem Arm wird man euch tragen und auf den Knien euch liebkosen. 13 Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet; ja, ihr sollt an Jerusalem getröstet werden. 14 Ihr werdet's sehen und euer Herz wird sich freuen, und euer Gebein soll grünen wie Gras. Dann wird man erkennen die Hand des Herrn an seinen Knechten und den Zorn an seinen Feinden. Jesaja 66,10-14

 

Liebe Besucherinnen und Besucher!

Laetare – Freue Dich. So heißt dieser Sonntag. Als eine kleine Insel der Freude soll er mitten in der Passionszeit stehen. Jetzt steht er in diesem Jahr mitten in einer verstörenden Zeit. Das öffentliche Leben wird eingeschränkt, persönliche Kontakte sollen vermieden werden. Ein Ende ist noch lange nicht absehbar. Wir wissen, dass die Maßnahmen notwendig sind. Die Schwachen und Kranken brauchen Schutz. Zugleich kann die Situation traurig machen, ängstlich oder wütend. Wir bekommen die Unsicherheit, die Ohnmacht des Lebens vor Augen geführt, die uns in unserer vom Wohlstand verwöhnten Gesellschaft ansonsten vom Leib gehalten wird. Aber die sie ist Realität. Niemand weiß, was Morgen sein wird. Die Erfahrung von Unsicherheit und Ohnmacht des menschlichen Lebens ist so alt wie der Mensch selbst. Die Menschen, an die sich unser Predigttext aus dem Buch Jesaja ursprünglich richtete, sie haben diese Erfahrung gemacht: Spielball der sie umgebenden Weltmächte zu sein, vertrieben zu werden, ohnmächtig zu sein. Jetzt aber hören sie Worte, die sie trösten sollen, weil in diesen Worten der Trost Gottes angekündigt wird. Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.

 

Damals wie heute solidarisieren sich die Menschen, die Verstörendes erleben. Wir sind verantwortliche Wesen, ausgestattet mit Verstand und Mitgefühl.  Wir können unsere lieben Verwandten und Freunde gerade nicht besuchen, weil wir sie und andere schützen müssen. Wir können aber die Großeltern anrufen, mit den Freunden chatten. Vielleicht entdeckt sogar der eine oder andere wieder die alte, ruhige Kunst des Briefeschreibens neu. Dem anderen Trost spenden, aus der Ferne. Trost ankündigen: „Wenn wir erst wieder beieinander sind…“

Freilich, Trost geht auch einher mit Trotz. Wir bieten den Widrigkeiten die Stirn. Wir zeigen unsere Stärke. So leicht sind wir nicht kleinzukriegen. Es ist wichtig, Kraftquellen zu haben, damit wir verstörende Zeiten durchstehen. Solidarität braucht Kraft und Ausdauer. Ja, sie braucht Fröhlichkeit. Laetare, freue dich. So entfaltet sie ihre Wirksamkeit. Denn Solidarität vertröstet nicht. Sie spricht an!

Die Mutter vertröstet ihr Kind nicht. Sie spendet Trost, sie baut das Kind auf. Die Mutter braucht Kraft und Ausdauer, damit sie ihrem Kind Kraft spenden kann. Sie nimmt es auf den Arm. Sie singt die vertrauten Lieder und spricht die liebevollen Worte, die das verstörte Kind zur Ruhe bringen und aufbauen: „Es wird alles wieder gut werden.“ So die Botschaft.

 

Gott solidarisiert sich mit dem Menschen. Wir Christinnen und Christen glauben sogar, dass Gott selbst ohnmächtig wurde, um alle menschlichen Erfahrungen mit uns zu teilen. So gibt er uns Halt in dieser Zeit, Hoffnung für die Zukunft, Kraft und Ausdauer. Vielleicht wird es noch viele Wochen dauern, bis wir unsere entfernten Lieben wieder in den Arm nehmen können. Vielleicht können unsere Kinder erst im Sommer wieder auf den Spielplätzen miteinander toben.

Aber der Trost ist angekündigt und wird darum jetzt schon wirksam. Der trotzige Trost Gottes, kraftvoll und aufbauend: Es wird alles wieder gut. Du schaffst das. Wir schaffen das!

Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.

Amen.

 

Gebet

Guter Gott, in dieser Zeit bitten wir Dich um Kraft und Geduld, die Einschränkungen zu ertragen, die Ungewissheit auszuhalten.

Stärke Du uns, lass uns den Blick für das Gute in der Welt nicht verlieren. Für die viele Hilfe, die stattfindet. Für die Solidarität.

Schenke uns Einsicht und Umsicht.

Guter Gott, wir bitten Dich im Besonderen für alle, die erkrankt sind. Und für Ihre Angehörigen. Dass Sie gute Worte hören, die sie aufbauen, dass Sie Deine Nähe spüren. Wo es uns möglich ist, Zuspruch zu geben, da gib Du uns die richtigen Worte.

Schütze diejenigen, die in den Krankenhäusern, in den Pflegeheimen, in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung ihren Dienst tun. Dass auch sie die richtigen Worte finden und helfen können. Dass Sie die Möglichkeiten haben, dass es weitergehen kann.

Wir Stärken uns an Deinem Wort, wir bergen uns und unsere Lieben in Deinem Gebet:

Vater unser im Himmel.

Geheiligt werde Dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib‘ uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld.

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung.

Sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Zum Nachlesen und Nachdenken

Estomihi, 3. März 2019 (pdf) - eine gereimte Predigt zu Maria und Marta und der Frage des Unterbrechens.

4. Advent 18 (mp3 zum hören und pdf zum Lesen) - sich freuen über die Barmherzigkeit

19. Sonntag nach Trinitatis (7.10.2018), mp3 und pdf) - ich war's. wer betet, lebt zwei Mal.

7. Sonntag nach Trinitatis (15.7.18, mp3) - wenn ... dann ... eins werden (über Ansprüche, Werte und aufeinander aufbauen)

GEH DEINEN WEG MIT GOTT - Konfirmation, 6 .Mai 2018 (pdf) und die Predigt zum hören (mp3). Piano und Sprechgesang: Julia Kaiser, Sprech(gesang) Ralf Brennecke

Estomihi, 11. Februar 2018 (pdf) - eine gereimte Predigt zur Kritik des Amos (5,21-24) - auch zum hören.

Konfirmation, 21. Mai 2017 - Predigt "Du machst alles neu" (als mp3 zum hören und pdf zum lesen) Gitarre: Hannah Haag, Text+: Ralf Brennecke

Okuli, 19. März 2017 (pdf) - Predigtgedanken zu einem radikalen Dasein, Geld und dem loslassen.

Estomihi, 26. Februar 2017 (pdf zum Lesen, mp3 zum Hören): eine gereimte Predigt zum notwendigen Einen in der Vielfalt. Gedanken zu Maria und Marta, Lk 10,38-42.

Weihnachten 2016, 25. Dezember (mp3 zum hören): gesehen werden, Micha 5.

8. Sonntag nach Trinitatis, 17. Juli 2016 (pdf zu lesen, mp3 zum hören der Predigt): Kinder des Lichts.

Ich wünsch Dir noch ein geiles Leben - die Konfirmations-Predigt zum anhören (mp3) - Piano: Bianca Nabholz, Text&Gesang: Ralf Brennecke

Konfirmation, 8. Mai 2016 (pdf) - der ganze Gottesdienst mit Texten der Konfis/Pfr

Judika, 13. März 2016 (pdf) - vom lernen und gehorchen (Hebr 5)

Okuli, 28. Februar 2016 zum anhören (mp3) - eine grundlegende Predigt zum Leben: geliebt! (Eph 5)

Estomihi, 7. Februar 2016 (pdf) - eine gereimte Predigt zum Hohenlied der Liebe

Letzter Sonntag im Kirchenjahr (Ewigkeitssonntag, 22. November 2015): eine Predigt aus einem Gleichnis Jesu (Mt 25,1-13) - nicht davonlaufen, wenn etwas fehlt oder ich feststelle, dass ich unklug gehandelt habe. Dumm wäre es, nicht auf Gottes Liebe und Vergeben zu vertrauen.

11. Sonntag nach Trinitatis, 16. August 2015: eine Predigt vom vergleichen und vom verachten und der Frage, wer ich bin?! Lk 18,9ff. - zum anhören.

10. Sonntag nach Trinitatis, 9. August 2015: eine Predigt über Gefühle und das "erkennen, was dem Frieden dient" zum anhören.

angstlos - angenommen: Die Predigt zur Konfirmation 2015 zum anhören (mp3) - Piano: Bianca Nabholz, Text: Ralf Brennecke

Konfirmation, 10. Mai 2015 (pdf) - der ganze Gottesdienst mit Texten der Konfis/Pfr

Karfreitag, 3. April 2015 (pdf) - Gott würfelt nicht, er liebt.

Judika, 22. März 2015 (pdf) - vom nachfolgen, dienen und herrschen

Invokavit, 22. Februar 2015 (pdf) - der erste Fastensonntag; versucht...

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Der Glücks-Rap zur Konfirmation 2014 zum anhören (mp3) - Piano: Bianca Nabholz, Text/Sprechgesang: Ralf Brennecke

Konfirmation, 18. Mai 2014 (pdf) - der ganze Gottesdienst mit Texten der Konfis/Pfr

Invocavit, 9. März 2014 (pdf) - ein Versuch über Versuchungen

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Karfreitag, 29. März 2013 (pdf) - allein

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Miserikordias Domini, 29. April 2012 (pdf) eine Predigt zur Verantwortung von Führungspersonen - und wie die Mitmenschen diese unterstützen können

Estomihi, 19. Februar 2012 (pdf) eine gereimte Predigt zur Kritik Amos

Estomihi, 6. März 2011 (pdf) eine gereimte Predigt zu Maria und Marta

Judika, 21. März 2010 (pdf) zur Investitur von Pfr. Brennecke

 

 

Sie möchten gerne noch einmal hören, was im Gottesdienst gesagt wurde?

Sie oder ein Bekannter können aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zum Gottesdienst kommen? 

Dann haben Sie die Möglichkeit, die Gottesdienste nach-zuhören. Wir nehmen manche Gottesdienste auf. Diese CD's können Sie ausleihen und anhören.
Sie finden bereits einige CD's in einer Mappe in der Kerzenecke (in dem Ständer mit dem Gebets- und Gästebuch) der Christuskirche. Bringen Sie die CD nach Gebrauch wieder zurück. Und falls Sie keine Möglichkeit haben, eine CD zu hören, dann rufen Sie im Pfarramt an und wir leihen Ihnen einen CD-Spieler.

 

Sie sind herzlich eingeladen, zu den Predigten und Gottesdiensten Rückmeldung zu geben, oder ein Gespräch darüber zu führen. Falls am Sonntag nach der Kirche zu wenig Zeit bleibt, nutzen Sie die Gelegenheit und nehmen in anderer Weise Kontakt zum Pfarramt auf.

Unterbrechungen im Alltag

Kanzel in der Christuskirche

Unsere Gemeindegottesdienste sind eine gute Möglichkeit, den Alltag der Woche zu unterbrechen, und sich im gemeinsamen Feiern und Hören auf Gottes Wort immer wieder neu auszurichten.

Am Sonntagmorgen beginnt der Gottesdienst entweder um 9:00 oder 10:15 Uhr. Jeweils zur anderen Zeit gibt es in Atzenweiler den Gottesdienst. Abendmahl feiern wir monatlich, meist am letzten Sonntag um 10.15 Uhr im Monat (mit Einzelkelch und Traubensaft).

Am ersten Spätgottesdienst im Monat gibt es das Angebot eines "Ständerlings" - nach dem Gottesdienst noch ein bisschen zusammenstehen und am Leben der anderen teilhaben. Das ganze mit einer Tasse Tee oder Kaffee und kleinen Knabbereien.

 

Bitte melden Sie sich im Pfarramt, wenn Sie zum Gottesdienst mitgenommen werden möchten. Es gibt viele Menschen, die Sie gerne mit dem Auto mitnehmen. Der Gottesdienst wird auf CD aufgenommen. Sie können ihn damit in aller Ruhe Zuhause nachhören und so an unserer Gemeinschaft teilhaben.

Das Kirchenjahr

Das Kirchenjahr als Summe aller Sonn- und Feiertage entfaltet das Christuszeugnis im Rhythmus der Zeit. Es beginnt mit dem Advent und endet mit dem Ewigkeitssonntag.

Mehr Informationen und einen Wegweiser durch das Kirchenjahr gibt es im Evang. Gesangbuch auf der Seite 1513.
 
Weiterführende Links:

 

Das Kirchenjahr auf den Seiten der VELDK

 

Evangelische Liturgie
http://www.evangelische-liturgie.de/