Orgel in St. Cassian, Hannober

Die Orgel in St. Cassian entstand 1956/57.
Von der Vorgängerorgel, einem kleinen einmanualigen Instrument von der Orgelfirma Späth, wurden wenige Register und Pfeifen übernommen.
Sie ist ein Instrument des Übergangs: die Disposition orientiert sich an der sog. Orgelbewegung mit der Rückbesinnung auf barocke Prinzipien, klanglich sind auch noch Anklänge an die spätromantische Zeit des Orgelbaus zu vernehmen.
16 Register verteilen sich auf zwei Manuale und Pedal. Die Spiel- und Registertraktur ist, wie in der damaligen Zeit üblich, elektropneumatisch.
Pater Gregor Klaus vom Kloster Weingarten zeichnete für die Disposition verantwortlich, er spielte auch das Einweihungskonzert 1957.
1999 wurde die Orgel generalgereinigt und umgebaut: 3 neue Register ersetzten 3 alte, ein paar Veränderungen in der Verteilung der Register auf den 2 Manualen wurden vorgenommen.
Die Durchführung oblag Orgelbaumeister Eduard Wiedenmann, Oberessendorf, der die Orgel auch aktuell betreut.

Markus Heilig