Der Arbeitskreis Asyl in der Evangelischen Kirchengemeinde Vogt

Bei der Klausur des Kirchengemeinderates im Februar 2015 hat sich der Arbeitskreis Asyl gebildet. Er besteht aus Enikö Lieb, Lutz Nischelwitzer u. Ralf Brennecke.

Das Ziel ist laut Beschluss des KGR: „als ein Motor daran mitzuwirken, dass sich asylsuchende Menschen in Vogt willkommen fühlen können.“

Dies sehen wir als interkulturelle Bildung in den Bereichen „Information und Aufklärung“, „Gefühle der Heimat und des Ankommens“ und Vernetzung. 

Hintergrund: Viele von uns haben einen (kleinen oder großen) Migrationshintergrund, viele Menschen unserer Gemeinde sind sog. Flüchtlinge. Das bedeutet für uns auch eine emotionale Auseinandersetzung mit diesem Thema und die Beteiligung an einer Willkommenskultur, die Menschen von hier mitnimmt und sich ihren Gefühlen stellt. Dazu möchten wir beitragen.

Der AK Asyl möchte in enger Absprache mit dem sog. Helferkreis der Kommune handeln - und versteht sich nicht als eine Parallelstruktur.

Was bisher geschah:

Im Juli 2014 trafen sich interessierte Bürger aus Vogt auf Einladung der Gemeindeverwaltung und beider Kirchen zu einem ersten Austausch über die Situation „Asyl“ in Vogt. Konkrete Fragen wurden erörtert und auch der Wunsch nach einer gelingenden Willkommenskultur - für Menschen, die (aus anderen Kulturen) nach Vogt kommen?

Es bildete sich eine „Task Force ‚Willkommen in Vogt‘“ (auch „Helferkreis“ genannt), die aus Thomas Otto (Ansprechperson für die Gemeinde), Dorothea Baur, Dr. Hans Hoppe, Lutz Nischelwitzer, Petra Sonn und Dr. Christoph Wenzel besteht. 

Sie haben sich aufgeteilt in die Bereiche: Güter (Möbel, Spielzeug, TV, Nähmaschine usw.), Rat (u.a. juristisch, Behörden, Gesundheit), Tat (Kinderbetreuung, Transport, Sprachunterricht usw.) und Beschäftigung (Gespräche, Vereine usw.).

Tisch der Kulturen beim Osterfrühstück

Vogt ist international. Das wöchentliche Taizé-Gebet in der Passionszeit macht dies deutlich, wenn Menschen in ihren Muttersprachen biblische Texte lesen: russisch, spanisch, rumänisch, französisch, italienisch, dänisch, ungarisch uvm.

Wir haben zum Ostersonntag ganz bunt eingeladen und eine ganz vielfältige Runde an Menschen zusammen gehabt, die mit Speisen aus ihren Ländern zum Büfett beigetragen haben.

In kurzen Informationen haben wir aus Dänemark, Ungarn und Kamerun gehört - und konnten einander begegnen.

Vier Abende zur interkulturellen Bildung des AK Asyl

Auf den vier Plakaten sind die Aktionen des Jahres 2015/2016 zu sehen. Die Veranstaltungen waren sehr unterschiedlich besucht - unser Ziel des Austausches war jedes Mal gegeben.
Bei der Klausur 2017 hat der KGR beschlossen, die Arbeit des AK Asyl zunächst auszusetzen, bis sich wieder eine neue Situation in Vogt ergiebt. Durch das Angebot von Kaffee oder Tee ist ein regelmäßiger Ort der Begegnung entstanden.